Bildung auf der Abschussliste

Bildung auf der Abschussliste

Malala Yousafzai, eine heute 22jährige junge Frau, die schon als Schulmädchen für gleichberechtigte Bildung kämpfte. Geboren wurde sie am 12.07.1997 in Pakistan.

Von Anfang an wurde sie von ihrem Vater gefördert und dazu ermutigt, sich für die Rechte von Mädchen einzusetzen, denn dieser leitet selbst eine Schule im pakistanischen Swat-Tal.

 

Mit 11 Jahren begann Malala ein Blog-Tagebuch für den englischen Nachrichtensender BBC zu schreiben. Darin schrieb sie vom Alltag unter der Herrschaft der radikalislamischen Terrororganisation Taliban. Diese verbietet Mädchen und Frauen zu tanzen, Musik zu hören, zur Schule zu gehen und sich unverschleiert in öffentlichen Räumen aufzuhalten. Ihren Blog schrieb sie unter einem Pseudonym, das bedeutet unter einem anderen Namen, da das ja verboten war.

 

Doch als ihr wahrer Name herausgefunden wurde, bekam die damals noch 11jährige Malala Morddrohungen. Sie glaubte dennoch, dass ihr nichts passieren würde, da sie immer der Meinung war, dass die Taliban jungen Mädchen nicht tun würden. Doch dann wurden die Drohungen wahr.

Im Oktober 2012 saß Malala im Bus, da sie auf dem Weg zur Schule war. Dieser wurde von mehreren Taliban-Kämpfern gestoppt. Einer von ihnen schoss gezielt Malala in Kopf und Hals und verletzte sie somit lebensgefährlich.

Dank einer schnellen Notoperation noch in Pakistan und einer anschließenden Behandlung in Großbritannien, überlebte das Mädchen das Attentat.

Nach Großbritannien wurde die verletzte Malala ausgeflogen, weil es dort zum einen eine bessere medizinische Versorgung gab und zum anderen bestanden immer noch die Morddrohungen gegen sie. So hatte man Angst vor einem erneuten Anschlag. Seitdem lebt sie mit ihren Geschwistern und ihren Eltern in Birmingham.

 

Viele fragen sich, warum sie jetzt wieder so gut im Gesicht aussieht, obwohl ihr ins Gesicht geschossen wurde. Das liegt daran, dass sie viele Gesichtsoperationen hinter sich gebracht hat.

Die junge Kinderrechtsaktivistin setzt sich in Birmingham weiterhin politisch ein und kämpft für das Recht auf Bildung für alle Mädchen sowie für die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen. Inzwischen ist sie sogar UN-Botschafterin. Im Dezember 2012 wurde zusammen mit der UNESCO der Malala-Fond geschaffen, welcher weltweit Kinderrechte durchsetzen möchte.

2014 wurde ihr der Friedensnobelpreis als Kinderaktivistin für ihren Einsatz für Bildung für Mädchen, insbesondere pakistanische Mädchen, verliehen. Bis dato ist sie die Jüngste, die diesen Preis jemals erhalten hat.

Darüber hinaus erhielt sie noch viele weitere Auszeichnungen für ihren Kampf um gleichberechtigte Bildung, denn noch immer gibt es weltweit über 60 Millionen Mädchen, denen Schulbildung untersagt ist.

Eines dieser Mädchen war ihre Mutter, der es als Kind verboten wurde, eine Schule zu besuchen. Erst in Großbritannien lernte sie lesen, schreiben und rechnen.

 

In ihrer Rede vor den Vereinten Nationen am 12.Juli 2013 rief Malala zum weltweiten Kampf gegen Analphabetismus, Armut und Terrorismus auf: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern. Bildung ist die einzige Lösung“.

So widmete sie auch ihre Biografie aus dem Jahr 2014 „allen Mädchen, die ungerecht behandelt und zum Schweigen verurteilt wurden“.

 

(Nele N.)

 

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